Uhrentechnik

  1. Geschichte der Zeitmessung

    Ein interessanter Artikel über die Geschichte der Zeitmessung seit dem frühen Mittelalter beschreibt anschaulich, wie die Erfindung der Uhr, angefangen von Wasser- und Sonnenuhren bis schließlich zu mechanischen Uhren im frühen 14. Jahrhundert die Erfahrung der Zeit verändert haben: Viel Freude beim Lesen!

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  2. Diamanten im Uhrenbau

    Vier wichtige Begriffe sind zu klären, wenn es um Diamanten geht. Zum einen der Schliff, die einzige Einwirkung des Menschen auf den Edelstein. Durch den Schliff wird im Idealfall das Licht von einer Facette auf die andere geworfen und durch die Tafel des Diamanten ausgestrahlt. ist der Schliff zu tief oder zu flach, entweicht das Licht am Boden oder der Gegenseite.

    Der zweite Begriff in Verbindung mit Diamanten ist die Farbe. Die Farbe reicht von Farblos bis Gelb (River bis Yellow). Angegeben wird die Farbe durch folgende Termini: River -> Top Wesselton -> Wesselton -> Top Crystal -> Top Cape -> Yellow.

    Die Reinheit: Damit ist das Fehlen oder das Vorhandensein von winzigen Einschlüssen von nicht auskristallisierten Kohlenstoff, kleinster Kristalle oder anderer Mineralien gemeint. Je reiner und damit wertvoller ein Diamant, desto weniger derartiger Einschlüsse hat er. Dabei sind diese Einschlüsse

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  3. Funksteuerung und Armbanduhren

    Der Sinn und Zweck einer Funkuhr ist es, immer die genaue Zeit anzuzeigen, sowie automatisch Zeitzone und Winter- und Sommerzeit einzustellen. Das funktioniert, indem die Zeit der Armbanduhr über Funk mit dem Signal einer Atomuhr abgeglichen wird. Funkuhren sind damit die präzisesten Uhren der Welt

    Entscheidend ist das Funksignal einer Atomuhr. In Deutschland wird die offizielle Zeit von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig bestimmt, in Großbritannien vom National Physical Laboratory in Teddington, in den USA vom Nationale Institute for Standards and Technology (NIST) in Fort Collins/Colorado, in Japan vom Communications Reserach Laboratory (CRL) in Tokio, in China vom National Time Service Center.

    Das Signal der Atomuhr wird an Funktürme übertragen. Die Positionen dieser Funktürme sind: Frankfurt (Deutschland), Anthorn (Großbritannien), Fort Collins (USA), an zwei Positionen in Japan (Otakadoya, Hagane) und in

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  4. Materialien von Armbanduhren

    Mechanische Armbanduhren bestehen in der Regel aus drei verschiedenen Metallen und Legierungen: Werkplatinen, Brücken und Kloben sind gewöhnlich in Messing ausgeführt, der auch veredelt sein kann durch Nickel, Silber, Gold. Einzelteile wie Uhrfedern, die aus Nivaflex (einer Mischung aus Eisen, Nickel, Chrom, Kobalt und Beryllium) sind oder Unruhspiralen aus temperaturunempfindlichem Nivarox (Eisen, Nickel, Chrom, Titan, Beryllium) sind, runden das Bild ab.

    Bei dem Uhrengehäuse kommen je nach gewünschter Optik und Eigenschaften je nach Modell verschiedene Metalle und Materialien zum Einsatz: Es gibt Gehäuse aus Kunststoff, Edelstahl, vergoldetem Stahl, Silber, Gelbgold, Weißgold, Rotgold, Platin, Aluminium, Titan und Keramik.

    Kunststoff wird vor allen Dingen bei preisgünstigen Armbanduhren verwendet, wie z.B

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  5. Die Uhrengläser

    Das Uhrenglas ist eine wichtige Komponente im Uhrenbau. Wir liefern eine kurze Entscheidungshilfe, welches Glas das Beste ist. Glas wird für eine Uhr an zwei Stellen eingesetzt: Zum einen als Glas über dem Zifferblatt, dann bei manchen mechanischen Armbanduhren auch als Sichtglas auf das Uhrwerk im Gehäuseboden. Mineralgläser bezeichnet normales Fensterglas. Fensterglas ist härter als Gold und Messing, auf einer Härtestufe von 1-10 etwa auf 5 angesetzt. Saphirgläser gehören zum härtesten Material für Uhrengläser. Saphirglas wird aus Bauxit/Tonerde über Aluminium-Oxid zu Saphir (Korund). Saphirgläser lassen sich nur durch ein gleichhartes oder härteres Material beschädigen. Nur der Diamant ist noch härter als künstliches Saphirglas. Auf einer Härtestufe von 1-10 liegt Diamant bei 10, synthetisches Saphirglas bei 9. Kunststoffgläser werden aus Plexiglas geschnitten oder in Acryl gegossen. Kunststoffgläser

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  6. Das kleine Uhrenlexikon

    Chronograph


    Zeitschreiber: Eine Uhr mit Stunden-, Minuten- und Sekundenzeiger mit einem zusätzlichen Sekundenzeiger in der Zifferblattmitte, der gestartet, gestoppt oder auf Null gestellt werden kann. Ein Rattaprante ist ein Chronograph, der über zwei Chronographenzeiger verfügt, so können Zwischenzeiten gestoppt werden.

    Chronometer


    Genau abgestimmte Uhr, die von der Schweizer COSC ("Controle Officiel Suisse des Chronometres") einen offiziellen Gangschein erhalten hat. Die erlaubte Gangabweichung eines Chronometeres beträgt -4/+6 Sekunden am Tag. Die Gangkontrolle ist eine von Ort, Temperatur und Zeit abhängige Moment-Kontrolle. Bis das Werk von der fertigen Uhr über den Vertrieb und Juwelier bis zum Kunden können sich andere Gangabweichungen ergeben.

    Doublé


    Dünnes Goldblatt,

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  7. Tourbillon - Die Spitze der Uhrmacherkunst

    Das Tourbillon-Uhrwerk ist eine Erfindung von Abraham-Louis Breguet,, die er 1801 zum Patent anmeldete. Das Problem, dass die Erfindung des Tourbillion-Werks lösen wollte, war das der Temperatur- und Lageänderungen. 1801 gab es noch keine Armbanduhren und Metalle, die widerstandsfähig gegenüber Temperaturschwankungen gewesen wären. Auch die Lage eines Uhrwerks war relativ stabil: In Seechronometern waagerecht oder in Taschenuhren senkrecht. Bei Armbanduhren jedoch ändert sich die Lage der Unruh ständig, je nach Handhaltung

    Diese Dinge auszugleichen, dazu diente das Tourbillon, dass im Grunde ein winziges Karussell ist, wobei sich Unruh und Hemmung während des Schwingens um sich selbst drehen. Es dreht sich in der Minute einmal oder auch öfter, je nach Modell.

    Wenn es nur um Gangpräzision geht, gibt es heute keinen Bedarf mehr für ein Tourbillon gegenüber einer normalen mechanischen Uhr. Aber das Tourbillion ist

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  8. Kalender/Ewiger Kalender

    Für Funkuhren, die elektronisch betrieben werden, ist die Sache einfach: Eine Kalenderkorrektur ist nicht notwendig, der Kalender stellt sich automatisch auf den richtigen Tag, Wochentag und Jahr ein. Bei mechanischen Uhren (Automatik oder Handaufzug) ist die Sache komplizierter, sie müssen manuell nachjustiert werden, da die Mechanik grundsätzlich für den Tag auf 31 geeicht ist

    "Ewiger Kalender" nennt man Armbanduhren, die neben Datum, Wochentag und Monat auch das Jahr anzeigen. Dabei werden Schaltjahre und unterschiedliche Monatslängen berücksichtig. Nachjustieren muss man einen "Ewigen Kalender" erst im Jahr 2100 - denn das ist ein Schaltjahr, dass duch 100 geteilt werden kann.

    Das Jahr hat 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 46 Sekunden. Deshalb muss alle vier Jahre der Monat Februar mit 29 Tage gerechnet werden, ein Schaltjahr eben, denn mit dieser Länge fehlen bei einem 365 Tage Jahr am Ende des Jahres 6 Stunden. Das Kalendarium

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  9. Uhren-Technik: Co-Axial-Hemmung

    1999 erfunden, wird die Co-Axial-Hemmung seit 2007 in den Co-Axial-Kalibern von OMEGA eingesetzt. Sie bietet eine verminderte Reibung, größere mechanische Effizienz und damit eine aussergewöhnliche chronometrische Leistung.

    Im Unterschied zur Ankerhemmung wird die Energie durch die Co-Axial-Hemmung durch laterale Impulse übertrage. Kleinere Kontaktflächen und stoßende Bewegung statt gleitender Bewegung wird die Reibung deutlich reduziert, was zu wesentlich längeren Warungsintervallen führt. Die Schweizer Ankerhemmung läuft gegen und mit dem Uhrzeigersinn - das führt zu einem Energieverlust. Die Bewegung der Co-Axial-Hemmung hingegen läuft nur im Uhrzeigersinn und ist damit wesentlich effizienter und die Chronometer-Leistung wird dadurch erhöht.

    Die Ausstattung

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  10. Uhrentechnik: Die Wasserdichte

    Zunächst einmal gibt es den Begriff „Wassergeschützt“. Dieser nicht mehr verwendete Begriff, für den es keine einheitliche Definition oder DIN Norm gibt bezeichnete früher Uhren, die Spritzwasser vertragen aber zum Tauchen und Schwimmen sind sie nicht geeignet. Der englische Begriff für diese Uhren lautet übrigens „water resistant“, auf französisch „étanche“.

    Neuere Armbanduhren tragen die Bezeichnung „wasserdicht bis 30 m“ (3 bar, 3 atm). Diese Bezeichnung lehnt sich an die DIN Norm 8310 an. Man bezeichnet mit „wasserdicht“ Uhren, die beständig gegen Schweiß, Spritzwasser, Regen sind und mindestens 30 Minuten in 1 Meter tiefem Wasser aushalten. Der Zusatz „30 m, 3 bar, 3 arm“ ist in keiner DIN Norm geregelt. Der Zusatz besagt, dass die Uhr durch den Hersteller auf diesen Druck geprüft wurde. Zum Schwimmen oder Tauchen sind aufgrund

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