Monatliche Archive: September 2018

  1. Geschichte der Zeitmessung

    Ein interessanter Artikel über die Geschichte der Zeitmessung seit dem frühen Mittelalter beschreibt anschaulich, wie die Erfindung der Uhr, angefangen von Wasser- und Sonnenuhren bis schließlich zu mechanischen Uhren im frühen 14. Jahrhundert die Erfahrung der Zeit verändert haben: Viel Freude beim Lesen!

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  2. Diamanten im Uhrenbau

    Vier wichtige Begriffe sind zu klären, wenn es um Diamanten geht. Zum einen der Schliff, die einzige Einwirkung des Menschen auf den Edelstein. Durch den Schliff wird im Idealfall das Licht von einer Facette auf die andere geworfen und durch die Tafel des Diamanten ausgestrahlt. ist der Schliff zu tief oder zu flach, entweicht das Licht am Boden oder der Gegenseite.

    Der zweite Begriff in Verbindung mit Diamanten ist die Farbe. Die Farbe reicht von Farblos bis Gelb (River bis Yellow). Angegeben wird die Farbe durch folgende Termini: River -> Top Wesselton -> Wesselton -> Top Crystal -> Top Cape -> Yellow.

    Die Reinheit: Damit ist das Fehlen oder das Vorhandensein von winzigen Einschlüssen von nicht auskristallisierten Kohlenstoff, kleinster Kristalle oder anderer Mineralien gemeint. Je reiner und damit wertvoller ein Diamant, desto weniger derartiger Einschlüsse hat er. Dabei sind diese Einschlüsse

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  3. Funksteuerung und Armbanduhren

    Der Sinn und Zweck einer Funkuhr ist es, immer die genaue Zeit anzuzeigen, sowie automatisch Zeitzone und Winter- und Sommerzeit einzustellen. Das funktioniert, indem die Zeit der Armbanduhr über Funk mit dem Signal einer Atomuhr abgeglichen wird. Funkuhren sind damit die präzisesten Uhren der Welt

    Entscheidend ist das Funksignal einer Atomuhr. In Deutschland wird die offizielle Zeit von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig bestimmt, in Großbritannien vom National Physical Laboratory in Teddington, in den USA vom Nationale Institute for Standards and Technology (NIST) in Fort Collins/Colorado, in Japan vom Communications Reserach Laboratory (CRL) in Tokio, in China vom National Time Service Center.

    Das Signal der Atomuhr wird an Funktürme übertragen. Die Positionen dieser Funktürme sind: Frankfurt (Deutschland), Anthorn (Großbritannien), Fort Collins (USA), an zwei Positionen in Japan (Otakadoya, Hagane) und in Shangquiu in China. Der deutsche Funkturm sendet im Umkreis von 1500 km.

    Das Signal wird in Deutschland auf der Frequenz 77,5 KHz gesendet. Bezeichnet wird dieses Signal als "DCF77". "MSF" nennt man das Signal in Großbritannien, WWVB in den USA (sowohl in GB als auch in USA auf der Frequenz 60 KHz), in Japan wird JJY mit 40 und 60 KHz übertragen, das chinesische Signal BPC mit 68 KHz.

    Eine Multifrequenzuhr kann entweder alle diese Signale empfangen, oder diejenigen einer bestimmten Region. Man sollte also genau darauf achten, dass man eine Uhr wählt, die alle Frequenzen abdeckt, wenn man transkontinental auf Reisen ist.

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  4. Materialien von Armbanduhren

    Mechanische Armbanduhren bestehen in der Regel aus drei verschiedenen Metallen und Legierungen: Werkplatinen, Brücken und Kloben sind gewöhnlich in Messing ausgeführt, der auch veredelt sein kann durch Nickel, Silber, Gold. Einzelteile wie Uhrfedern, die aus Nivaflex (einer Mischung aus Eisen, Nickel, Chrom, Kobalt und Beryllium) sind oder Unruhspiralen aus temperaturunempfindlichem Nivarox (Eisen, Nickel, Chrom, Titan, Beryllium) sind, runden das Bild ab.

    Bei dem Uhrengehäuse kommen je nach gewünschter Optik und Eigenschaften je nach Modell verschiedene Metalle und Materialien zum Einsatz: Es gibt Gehäuse aus Kunststoff, Edelstahl, vergoldetem Stahl, Silber, Gelbgold, Weißgold, Rotgold, Platin, Aluminium, Titan und Keramik.

    Kunststoff wird vor allen Dingen bei preisgünstigen Armbanduhren verwendet, wie z.B

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  5. Citizen - 1931 mit erster Armbanduhr

    Citizen ist ein Großkonzern mit mehr als 20000 Mitarbeitern, der im gesamten asiatischen Raum produziert, neben CNC-Maschinen Golfschläger, Brillengestelle, LCD-Bildschirme, Mikrochips, Computer-Accessoires, Spielautomaten und Taschenrechner. Die erste Armbanduhr von Citizen erscheint im Jahre 1931.

    Den Solarantrieb in die Uhrmacherkunst eingeführt zu haben, dass ist Citizens Verdienst mit ihrem "ECO-Drive". Empfindliche Fotozellen im Zifferblatt wandeln Licht in Energie um. Diese Energie treibt das Quarzwerk einer Citizen-Armbanduhr an, überschüssige Energie wird in einem kleinen Akku gespeichert. Auch wenn eine solche Uhr lange ohne Lichtquelle auskommen muss, durch den Akku funkltioniert sie über eine lange Zeit hinweg. Anders als bei normalen Quarzuhren mit Batterie entfällt bei einer Citizen ECO-Drive der Batteriewechsel.

    Trotz dieser modernsten Technologie produziert Citizen jedoch auch immer noch Automatik-Armbanduhren, z.B. mit dem Kaliber 8203 A mit 21.600 A/h.

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  6. SEIKO - Produktion in Japan seit 1881

    Die bekannte japanische Marke SEIKO hat Ihre Anfänge in Tokyo im Jahre 1881. K. Hattori gründet die K. Hattori & Co. KG und den Markennamen Seikosha. Erst im Jahre 1924 erscheint der Markenname Seiko zum ersten Mal auf einer Uhr. Im Jahr 1913 werden zum ersten Mal Armbanduhren "Made in Japan" produziert.

    Die wichtigsten Stationen SEIKO's sind: 1939 die erste Blindenuhr, 1955 die ersten japanischen Automatikuhren, 1963 der erste Quarz-Chronometer, 1984 die erste Quarzuhr mit Handaufzug.

    Sehr speziell ist die Kinetic genannte Uhrentechnologie, die SEIKO entwickelt hat: Der Kinetic-Antrieb beruht ähnlich wie eine Automatikuhr auf der Handbewegung, die einen Rotor im Innern der Uhr bewegt. Diese Rotorbewegung wird jedoch nicht in mechanische Bewegung umgesetzt, sondern treibt einen Generator an, der elektrischen Strom erzeugt. Mit dieser Technologie erreicht SEIKO eine maximale Gangreserve von bis zu 4 Jahren.

    Die Marke SEIKO gehört zu den bestausgezeichneten Uhrenmarken der Welt. Alle Arten der Uhrenherstellung beherrscht die Marke: Mechanische Uhren, Automatikuhren, Quarzuhren und eben auch die SEIKO-spezifischen Kinetic-Armbanduhren.

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  7. Longines - eine Schweizer Marke seit 1832

    180 Jahre alt ist die Geschichte der Marke Longines. Sie beginnt mit der Gründung eines Uhrenhandels durch Auguste Agassiz im Jahre 1832 in Saint Imier (Schweiz). Zu der Zeit wurden Uhren in Heimarbeit gefertigt, eine fabrikmässige Produktion fand noch nicht statt. Longines übernahm als "Termineur" die Endfertigung und den Zusammenbau von Uhren für andere Firmen. Erst sein Neffe Ernest Francillon übernimmt die Marke 1867 und baut sie zu einer eigenen maschinellen und fabrikmässigen Produktionsfirma um.

    Ab diesem Zeitpunkt wird die Marke Longines, deren Name auf eine Flurbezeichung im Ort Saint Imier zurückgeht, bekannt für seine produzierten Uhren mit internationaler Anerkennung. Gekrönt wurden diese Jahre im beginnenden

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  8. Nautische Instrumente Mühle Glashütte

    Erstmals urkundlich erwähnt wird der Name Mühle im Erzgebirge 1342. Aber das ist natürlich nicht der Anfang des späteren Unternehmens. Dieser wird markiert durch Robert Mühle (1. Generation) im Jahr 1869, als er beginnt, die Uhrenindustrie in Glashütte mit Messinstrumenten zu beliefern unter dem Firmennamen "Rob. Mühle & Sohn".

    Die Erfahrungen, die in dieser Zeit der 1. Generation im Bereich der Messtechnik gesammelt wurden, sind die Grundlage für die 2. Generation: Paul, Max und Alfred Mühle. In dieser Zeit, den 20er und 30er Jahren bis zum Ende des 2. Weltkriegs stattet die Firma "Rob. Mühle & Sohn" nicht nur die Uhrenindustrie, sondern auch die Autoindustrie mit Messgeräten aus: Drehzahlmesser, Mengendurchfluss-Messgeräte, Autouhren und Tachometer für die Automobilindustrie und damals bekannte Marken wie Horch Maybach und DKW. So übersteht die Firma Weltwirtschaftskrise und Krieg.

    Mit der

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  9. Die Uhrengläser

    Das Uhrenglas ist eine wichtige Komponente im Uhrenbau. Wir liefern eine kurze Entscheidungshilfe, welches Glas das Beste ist. Glas wird für eine Uhr an zwei Stellen eingesetzt: Zum einen als Glas über dem Zifferblatt, dann bei manchen mechanischen Armbanduhren auch als Sichtglas auf das Uhrwerk im Gehäuseboden. Mineralgläser bezeichnet normales Fensterglas. Fensterglas ist härter als Gold und Messing, auf einer Härtestufe von 1-10 etwa auf 5 angesetzt. Saphirgläser gehören zum härtesten Material für Uhrengläser. Saphirglas wird aus Bauxit/Tonerde über Aluminium-Oxid zu Saphir (Korund). Saphirgläser lassen sich nur durch ein gleichhartes oder härteres Material beschädigen. Nur der Diamant ist noch härter als künstliches Saphirglas. Auf einer Härtestufe von 1-10 liegt Diamant bei 10, synthetisches Saphirglas bei 9. Kunststoffgläser werden aus Plexiglas geschnitten oder in Acryl gegossen. Kunststoffgläser

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  10. Tissot: Schweizer Traditionsmarke seit 1853

    Der Name der Marke Tissot geht auf ihren Gründer Charles-Emile Tissot zurück, der sie 1853 gründete. Die Bekanntheit der Marke Tissot ergab sich in den Anfangsjahren durch Taschenuhren, die auch schon damals mit zwei Zeitzonen aufwarten konnten und sich besonders gut im russischen Zarenreich verkaufen liessen.

    Der ersten Einschnitt ergab sich für Tissot durch die Wirtschaftskrise in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts. Charles und Paul Tissot strebten eine Kooperation mit den Gebrüdern Brandt,

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